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MigrAr Frankfurt/Rhein-Main

Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten in prekären Arbeitsverhältnissen, mit und ohne Papiere

Laut der Studie „Lebenslage illegal“ (Karlsruhe 2006) leben zwischen 25.000 und 50.000 „statuslose“ Menschen ohne gesicherten Aufenthalt im Rhein-Main-Gebiet. Diese Menschen sind zumeist gezwungen, prekär und zu extrem niedrigen Löhnen zu arbeiten. Dies drückt nicht nur auf die nächst höheren Lohngruppen, sondern auch auf die „Normalarbeitsverhältnisse“ und hat Konsequenzen für den gesamten Arbeitsmarkt.
Die Anlaufstelle, die ausschließlich in Fragen des Arbeits-und Sozialrechts berät, will Menschen einen Zugang zu ihren Rechten ermöglichen, die von Migrantinnen bzw. Migranten ohne Papiere aber oft nur schwer einzuklagen sind.
Seit einiger Zeit gibt es in Hamburg, Berlin und München gewerkschaftliche Anlaufstellen für Migrantinnen bzw. Migranten ohne gesicherten Aufenthalt, um diese in arbeitsrechtlichen Fragen zu beraten und zu vertreten. Dank MigrAr Hamburg gelang es Ana S. aus Peru, ausstehenden Lohn zu erstreiten, den ihr Arbeitgeber ihr für ihre langjährige Arbeit als Au-pair und als Hausarbeiterin vorenthalten hatte.
Was in Hamburg, Berlin und München schon seit einigen Jahren funktioniert, soll es nun auch im Rhein-Main-Gebiet geben.
Die gewerkschaftliche Anlaufstelle ist ein Kooperationsprojekt des ver.di Landesbezirks Hessen, des ver.di-Bezirks Frankfurt a.M./Region, der Redaktion des „express“, der Aktion „Kein Mensch ist illegal“ (Hanau) und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte.
Unterstützt wird die Anlaufstelle von: Aktionsbündnis gegen Abschiebung, Apecia e.V., Caritasverband Frankfurt e.V., DGB Südosthessen, DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, Diakonisches Werk in Hessen und Nassau e.V., Europäischer Wanderarbeiterverband (EVW), Evangelischer Regionalverband, FIM – Frauenrecht ist Menschrecht e.V., Hessischer Flüchtlingsrat, IG BAU Region Hessen, IG Metall Frankfurt, Imbradiva e.V., Malteser Migranten Medizin, NGG Region Rhein-Main, No Border Frankfurt a.M., Rechtshilfekomitee e.V. und Zusammen e.V.
Die Anlaufstelle wird zukünftig jeden 1. Donnerstag im Monat von 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr und jeden 3. Donnerstag im Monat von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet haben.

 
Für Fragen stehen zur Verfügung:
• Jürgen Bothner, Landesbezirksleiter, ver.di Hessen
• Thomas Wissgott, Geschäftsführer, ver.di Bezirk Frankfurt a. M. & Region
• Kirsten Huckenbeck, Redaktion express
• Hagen Kopp, kein Mensch ist illegal, Hanau
• Mihai Balan, Europäischer Wanderarbeiterverband (EVW)
• Bernhard Winter, Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte

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